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"Gamsquäler" von Tirol ruft Entsetzen hervor

Landesjägermeister Anton Larcher distanzierte sich öffentlich von dem Vorfall (Homepage-Aussris). Foto: ORF © ORF

Was war geschehen? In dem Film, den der Niederländer auf einer Videoplattform veröffentlichte, ist zu sehen wie eine bewegungsunfähige aber lebende Gams über eine Geröllhalde talwärts geschleift wird – das Haupt in der Höhe. "Minutenlange", wie es in österreichischen Medien heißt, sei das Stück nach einem offenbar nicht tödlichen Schuss nicht erlöst worden. Anstatt einen Fangschuss anzubringen haben die Beteiligten lange Qualen für das Tier in Kauf genommen, um es erst am Fuß des Hanges mit einem Messer zu töten. Stellungnahmen der gezeigten Personen, wie es zu der festgehaltenen Szene kam und was die Gründe für ihr Handeln, beziehungsweise Nicht-Handeln waren, liegen noch nicht vor.
In Tirol rief der Film, der mittlerweile nicht mehr in voller Länge zugänglich ist, Entsetzen hervor. Landesjägermeister Anton Larcher distanzierte sich für die Tiroler Jägerschaft von dem Geschehen. In Interviews kündigte er für die Beteiligten Konsequenzen an. Nach Erkenntnissen des Österreichischen Rundfunks (ORF) handelt es sich bei dem Mann der die Gams bergab schleifte um einen Jagdgast aus Russland. Getötet wurde das Tier dann wohl von einem einheimischen Jagdführer.
Die Tiroler Tageszeitung zitiert den Landesjägermeister mit den Worten: "Barbarisch. Ich bin schockiert. Das ist ein Fall für den Staatsanwalt."

JMB

Link: ORF-Filmbericht
Link: ORF-Artikel
Link: Tiroler Tageszeitung