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Fütterungsverweigerer angezeigt

Zirka 15 Kilometer Luftlinie entfernt liegt die Schaufütterung am Spitzing. Hier gilt: Notzeit und Füttern. Foto: Ralph Wölfert


Der Niederwild-Hegegemeinschaftsleiter von Holzkirchen, Kasper Hahn, teilte der Redaktion auf Anfrage mit, dass die verantwortlichen Jäger der Reviere Hartpenning und Otterfing – beide in Eigenbewirtschaftung betrieben – angezeigt wurden. Die Jagdausübungsberechtigten sind ehemalige Forstdirektoren. Gegen den Revierinhaber aus Hartpenning wurde vor zirka sieben Jahren aus den gleichen Gründen schon einmal erfolgreich Anzeige erstattet.
Diekmann machte in einem Gespräch deutlich, dass in Bayern eine Notzeit nur revierabhängig und im Ermessen des Jagdausübungsberechtigten festgestellt und nicht wie beispielsweise in Niedersachsen von dem zuständigen Kreisjägermeister ausgerufen wird. Findet das Wild aber witterungsbedingt keine Äsung, sind die Jagdberechtigten allerdings verpflichtet, artgerecht zu füttern. Nach Meinung von Martin Weinzierl, Vorsitzender der Kreisgruppe Miesbach im Bayerischen Jagdverband, ist die Sachlage eindeutig: "Bei drei Wochen Dauerfrost, Temperaturen von minus 20 Grad Celsius und über 50 Zentimeter Schneelage, handelt es sich eindeutig um eine Notzeit." BS