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Fütterungsverbot missachtet: Rothirsch geht qualvoll ein

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Kathrin Führes
am
Montag, 31.05.2021 - 10:38
Rotwild-an-Zaun © Jozef - stock.adobe.com
Immer wieder haben Besucher die Tiere im Wildgatter gefüttert – mit lebensgefährlichen Konsequenzen.

Falsch verstandene Tierliebe hat in Bad Münstereifel (Nordrhein-Westfalen) zum Tod eines Rothirsches geführt. Wie Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian berichtet, sei am 13. Mai im Wildgehege im Schleidpark ein Rothirsch mit „unübersehbaren Anzeichen für stärkste Schmerzen und schwachem Herzschlag gefunden“ worden. Eine hinzugerufene Tierärztin hätte nichts mehr für den Hirsch tun können und musste das Tier von seinem Leid erlösen. Grund für den qualvollen Tod sei eine Missachtung des Fütterungsverbots. Wie der „Kölner Stadtanzeiger“ berichtet, habe eine Obduktion ergeben, dass der Hirsch große Mengen an Möhren, Toastbrot, Keksen und anderen Lebensmitteln, die nicht für Wild geeignet seien, zu sich genommen hatte.

Im vergangenen Jahr bereits Muffelwidder verendet

Bereits im vergangenen Jahr war im Wildgatter ein Muffelwidder an einer Plastiktüte mit Apfelschalenresten verendet, so die Bürgermeisterin. Das jetzige Ereignis habe sie tief getroffen. Da der Schutz der Tiere oberste Priorität habe, sehe man sich gezwungen, das Gatter vorerst zu schließen. Später sei eine Öffnung im Rahmen von Schaufütterungen denkbar, wenn die Besucher durch den Pächter beaufsichtigt werden können.


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