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Aus für Wildwarnreflektoren in Hessen

Präventionsmaßnahmen wie das Anbringen von Wildwarnreflektoren helfen, die Zahl der Wildunfälle zu reduzieren.


Das Anbringen von Wildwarnreflektoren wird in Hessen nicht mehr genehmigt. Die für Straßen- und Verkehrsmanagement zuständige obere Verwaltungsbehörde, Hessen Mobil, kam aufgrund verschiedener Untersuchungen zu dem Entschluss, dahingehende Anträge nicht mehr zu bewilligen. In der Vergangenheit sei es Praxis gewesen, dass Wildwarnreflektoren (WWR) von der Jägerschaft finanziert wurden und von den Straßenmeistereien kostenfrei an Straßenleitpfosten angebracht wurden, wie eine Sprecherin gegenüber der Redaktion erklärt. Zahlreiche Untersuchungen, wie etwa die des Gesamtverbands der Versicherer (GDV) und die der Unfallforschung der Versicherer (UDV) hätten jedoch deutlich gezeigt, dass eine unfallvermeidende Wirkung der WWR anhand qualifizierter Analysen nicht nachzuweisen war.

Wild reagiert nicht

Im Rahmen eines Workshops „Forschungsschwerpunkt Wildunfallprävention“ der Bundesanstalt für Straßenwesen am 26. Juni 2017 wurden zudem zwei wissenschaftliche Untersuchungen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und der Technischen Universität Dresden vorgestellt. Im Ergebnis sei eindeutig zu erkennen, dass Wild in keiner Weise reagieren würde. Dies war für Hessen Mobil Anlass, keine weiteren WWR mehr zu installieren beziehungsweise die Installation nicht mehr zu genehmigen. Bereits angebrachte, genehmigte Reflektoren dürfen jedoch montiert bleiben, allerdings nicht mehr ersetzt werden. Widerrechtliches Handeln kann als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr geahndet werden.


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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