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Für nichts und wieder nichts?

Die Demonstration in Düsseldorf: War sie für die Katz? Foto: SN


Viel Zulauf bekam die Jägerschaft mit ihrer "Volksinitiative für ein ideologiefreies, praxisgerechtes Jagdrecht" im vergangenen Jahr. Fast die doppelte Anzahl an erforderlichen Unterschriften hatte man gesammelt, um zu erreichen, dass das 2015 verabschiedete "Ökologische-Jagdgesetz" vom Landtag neu überdacht wird.
Doch scheinbar steht schon vor dem eigentlichen Termin im Plenum fest: Alles bleibt wie es ist. Grund für die Annahme ist nach Angaben der "Neuen Westfälischen", dass dies bereits bei einer abschließenden Beseprechung des Themas im Umweltauschuss deutlich wurde. Damit bliebe eine der größten Volksinitiativen (und mit 15.000 Teilnehmern eine der größten Demonstrationen vor dem Landtag), die es in NRW in den vergangenen Jahren gab, ohne erkennbare Erfolge für die Initiatoren. Letzte Hoffnung ruht somit auf den beiden Verfassungsbeschwerden gegen das Gesetz, über die das Bundesverfassungsgericht zu entscheiden hat. Außerdem wird der LJV je nach Ausgang der Beratung "von jeder künftigen Landesregierung die notwendigen Verbesserungen vehement Verlangen", sagt NRW-Jägerpräsident Ralph Müller-Schallenberg.
Lothar Schmalen von die "Neue Westfälische" stellt daher auch in einem Kommentar zum Artikel fest, dass die Initiative "Ausdruck eines demokratischen Willens" gewesen sei. Diesen dürfe man seitens des Landtags nicht einfach ignorieren. Rot-Grün hätte der Bewegung allein schon deshalb mehr Entgegenkommen zeigen müssen.
PM/RW


 


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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