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Fünf tote Wildtiere gefunden: Fall gibt Rätsel auf

Leonie-Engels © Leonie-Engels
Leonie Engels
am
Donnerstag, 16.06.2022 - 14:38
Wildfund © Revier Münchholzhausen
Vier der gewilderten Tiere wurden an der selben Stelle gefunden.

Am vergangenen Wochenende  haben Spaziergänger an einem Feldweg bei Wetzlar, im Stadtteil Münchholzhausen (Hessen) mehrere tote Wildtiere gefunden. Vier Stücke wurden an einem Ort gefunden, ein weiterer frischtoter Rehbock ca. 200 - 300 Meter davon entfernt. Alle Tiere lagen unweit eines Pendlerparkplatzes an der Autobahn 45.

Der frischtote Jährlingsbock wurde ein paar Meter weiter gefunden.

Wie der zuständige Jagdpächter der Redaktion mitteilte, handelte es sich bei den gewilderten Tieren um einen Wildschweinfrischling, zwei Rehböcke, eine trächtige Ricke und ein Rotwildkalb. „Zwei Kadaver wiesen Keulenschüsse auf, vermutlich durch ein Kleinkaliber“, so der Jagdpächter. Inwiefern die anderen Stücke verendeten, ist unklar. Die Polizei wurde verständigt und ermittelt nun wegen Jagdwilderei. Des Weiteren wurde die Kriminalpolizei benachrichtigt, um die Todesursache der Wildtiere festzustellen.

Das Rotwildkalb wies ein Einschussloch in der Keule auf, vermutlich verursacht durch ein Kleinkaliber.

Wild wurde wohl auch in anderen Revieren erlegt

„Besonders kurios an dem Fall ist, dass es bei uns kein Rotwild im Revier gibt. Das Kalb muss also woanders erlegt worden sein und wurde dann hierher gebracht“, so der Jagdpächter. Auffällig war auch der eine erlegte Bock. Dieser befand sich noch komplett in der Winterdecke. Der Pächter schätzt den Erlegungszeitraum des jungen Bocks daher auf März/ April. Verwest war der Rehbock nicht. Ebenfalls wurde keines der gefunden Tiere aufgebrochen. Nur der Ricke wurden Teile der Läufe abgeschärft.