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Füchse sind gefährlich

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Samstag, 14.11.2015 - 01:10
Eine vom Fuchsbandwurm befallene Leber mit Tumorbildung. Foto: Uniklinik Ulm © Uniklinik Ulm
Eine vom Fuchsbandwurm befallene Leber mit Tumorbildung. Foto: Uniklinik Ulm

Wie die „Ärzte Zeitung“ berichtet, wurden dem Robert Koch-Institut bis August fast 100 erkrankte Menschen gemeldet. Knapp jeder vierte davon stammt aus Baden-Württemberg. Das Ulmer Uniklinikum hat sich auf die Behandlung von Infizierten spezialisiert, 400 befinden sich derzeit in der Obhut des Expertenteams. Die potenziell tödliche Krankheit (Echinokokkose) wird durch das Wuchern von den Fuchsbandwurm-Larven in der Leber hervorgerufen. Ohne Therapie wird das Organ zerstört, in seltenen Fällen sind auch Lunge und Gehirn betroffen. Durch die richtige Therapie haben aber auch Patienten mit fortgeschrittener Infektion eine Chance auf eine gute Lebensqualität. "In einem Drittel der Fälle können wir den befallenen Teil der Leber chirurgisch entfernen und so die Krankehit heilen", erklärt Professorin Doris Henne-Bruns, Ärztliche Direktorin der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.
Da Reineke ein Kulturfolger ist und immer mehr Rotröcke in die urbanen Bereiche eindringen, seien zunehmend auch Stadtbewohner betroffen. Die noch monatelang ansteckenden Bandwurmeier würden durch den Kot in Sandkästen oder auf Gemüsebeeten verteilt. Hysterie sei trotzdem fehl am Platz, da eine Infektion mit der Krankheit eher selten vorkäme. Dennoch sollten die gängigen Hygieneregeln eingehalten sowie Haustiere regelmäßig entwurmt werden.
BS