Home News Fuchsjagd verboten

Fuchsjagd verboten

Befall von Räudemilben: Dies bedeutet oft einen qualvollen Tod. Foto: DJV/Scholz © DJV

Luxemburgs Regierung ist der Ansicht, dass sich die Fuchs-Besätze von selbst regulieren. Dies solle nun ein Jahr lang ausprobiert werden. Der Jagdverband (FSHCL) warf nach Bekanntwerden dieser Absicht den Landesautoritäten Hilflosigkeit und Dilettantismus vor. Ein Verbot der Jagd auf den roten Freibeuter hätte katastrophale Folgen für ganz Luxemburg. Vor allem seitdem sich Epidemiologen sicher seien, dass Reineke als einer der Hauptverbreiter der afrikanischen Schweinepest gelte. Nebenbei übertrügen Füchse nach wie vor Krankheiten wie Fuchsbandwurm und Tollwut, die weltweit jedes Jahr zigtausende Menschen töten würden. Abgesehen von diesen Gefahren stelle die Aussetzung der Bejagung eine ernsthafte Bedrohung für alle Bodenbrüter dar. Dem Argument der Tierschützer, die Fuchsjagd sei grausam und tierschutzwidrig, entgegnen die Grünröcke damit, dass sich diese „Weltverbesserer“ doch mal den Todeskampf eines halb-verhungerten und an Räude erkrankten Reineke anschauen mögen.
Nach den Kritiken des FSHCL und der Landwirtschaftskammer teilte ein Regierungssprecher mit, dass die Tollwut in Mitteleuropa ausgerottet und die Gefahr einer Ansteckung mit dem Fuchsbandwurm sehr gering sei.
Bezüglich der jagdfreien Zeit im Wald in den Monaten März und April sagte der Jägerverband, dass man seinen Mitgliedern keinen Handlungsspielraum nehmen dürfe. Gerade diese Zeit benötigten sie, um das Schwarzwild effektiv an den Kirrungen im Wald (diese sind im Feld übrigens verboten) reduzieren zu können.
Günther Klahm/BS