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Bei Fuchsjagd in Schlafzimmer geschossen

Ein Querschläger bei der Fuchsjagd handelte einem Jäger eine Anzeige ein (Symbolbild).


Ein Anwohner in St. Georg (Oberösterreich) erstattete am 27. Juni bei der Polizei Anzeige, weil seine Balkontüre zerschossen wurde. Wie die Ordnungshüter berichten, habe der 50-jährige Bewohner eines Mehrfamilienhauses gegen 1.30 Uhr aus dem Fenster geschaut und einen Mann mit Stirnlampe auf der Wiese vor dem Haus bemerkt. Die Person sei dann mit einem Auto davongefahren, so die Polizei weiter. Am nächsten Morgen habe der Bewohner dann bemerkt, dass seine Balkontüre durchschossen war. Zwischen den Scherben auf dem Boden lag außerdem ein Projektil ungefähr 1,5 Meter neben dem Bett. Die nebenan wohnende Mutter des Betroffenen gab außerdem an, nachts einen Schussknall gehört zu haben.

Waffen vorerst beschlagnahmt

Die Polizei konnte inzwischen einen 22-jährigen als wahrscheinlichen Täter ausfindig machen. Er habe in der Nacht auf der Wiese einen Fuchs erlegt. Das Projektil, das die Türe durchschlagen habe, sei nach Angaben der Polizei wohl ein Querschläger gewesen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Der vermutliche Schütze wurde angezeigt wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit. Seine Waffen und Waffenrechtlichen Dokumente wurden von der Polizei vorerst beschlagnahmt, erklärte ein Sprecher der Polizei gegenüber der Redaktion. Er habe ein vorläufiges Waffenverbot von den Beamten ausgesprochen bekommen. PM


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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