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Fuchs mit Halsband

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Mittwoch, 04.02.2015 - 01:10
"Bittet" um Einlass: Beharrlich wartet der Fuchs vor der Terrassentür. Foto: Giuseppe C. © Giuseppe C.

Seit dem 25. Dezember bekommt eine Familie mehrmals nächtlichen Besuch von einem Fuchs. Was zunächst noch für Freude sorgte, ärgert mittlerweile die Betroffenen: „Wir sind sicherlich nicht pingelig, aber langsam muss was passieren“, sagte die Hausbesitzerin im Gespräch mit jagderleben.
Penetrant fordert der Vierbeiner um Aufmerksamkeit. Er kratze an Fenster, Tür und Jalousien, nässt, markiert und äugt durch die Scheibe. „Vor meinen Augen hat er einen Pflanzentopf umgeworfen, der zu Bruch ging“, so die Frau. Das Besondere: Der Fuchs trägt ein Halsband. Scheinbar handelt es sich wohl um einen Halbzahmen, der den Kontakt zum Menschen gewöhnt ist. Trotzdem ist der Hausbesitzerin unwohl: Sie schicke ihre Kinder abends nicht mehr raus. Von Seiten der Stadt fühlt sich die besorgte Familie nicht ernstgenommen: „Ich finde es schade, dass man nichts tut.“
Markus Fehrenbach von der unteren Jagdbehörde erklärte, dass man bereits aktiv geworden sei. „Wir haben eine Fallenjagdgenehmig für zwei Jäger erteilt.“ Gültig sei diese vom 29. Dezember 2014 bis 28. Februar 2015. Wie der aktuelle Stand in der Sache ist und woher der Fuchs komme, konnte er nicht sagen. Fehrenbach versicherte umgehend in Kontakt mit den Betroffenen zu treten um eine Lösung zu finden. Sollten es die Umstände erfordern und die Rahmenbedingungen zulassen, prüfe man auch den Erlass einer Abschussgenehmigung.

MH