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Fuchs erlegt: Autopsie entlastet Jäger

Fuchs-mit-Raeude © Ronald Rampsch - stock.adobe.com
Der Fuchs war an Räude erkrankt (Symbolbild).

Anfang Juni erlegte ein Jäger in einem Wieblinger Wohngebiet (Heidelberg/ Baden-Württemberg) einen Fuchs. Wie die Stadt Heidelberg auf Nachfrage der Redaktion bekannt gab, hatte die untere Jagdbehörde einen Anordnung zur Fuchsjagd in dem Wohngebiet gegeben, da mindestens ein Fuchs mit Fuchsräude in der Nähe eines Wohnhauses festgestellt wurde. Auch der Grundstückseigentümer hatte der Erlegung des kranken Fuchses zugestimmt. Nach dem erfolgreichen Abschuss beschwerte sich jedoch ein Grundstücksnachbar massiv und bezeichnete die Erlegung gegenüber der Rhein-Necker-Zeitung als „lebensgefährlich“. Auch hatte der Anwohner in einer Bezirksbeiratssitzung die Frage aufgeworfen, ob die Erlegung wirklich notwendig gewesen sei oder ob man den Fuchs nicht einfach hätte gesundpflegen können.

Autopsie zeigte Erkrankung mit Fuchsräude

Wie ein Sprecher der Stadt gegenüber unserer Redaktion weiter ausführt, habe sowohl ein Foto des Fuchs gezeigt, dass das Tier „augenscheinlich erkrankt“ war. Eine angeordnete Untersuchung des toten Tieres bestätigte die Vermutung und zeigte eindeutig eine Erkrankung mit Fuchsräude. Der Jäger habe also richtig gehandelt und müsse keine Konsequenzen fürchten, so der Sprecher.

Schon 2018 musste sich der Jagdpächter wegen angeblicher Verstöße gegen das Jagdrecht verantworten. Die untere Jagdbehörde hatte den Sachverhalt damals geklärt und keine rechtlichen Schritte gegen die Jagdpächter veranlasst. Die Entscheidung wurde damals durch das Regierungspräsidium bestätigt.


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