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Fuchs in Abzugseisen wirft Fragen auf

Der Fuchs war nicht in der Falle getötet worden, sondern bewusst am Radweg deponiert worden.


Zwischen Rattendorf und Waidegg (Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See/ Österreich) wurde am 9. Oktober ein verendeter Fuchs in einem Abzugseisen direkt an einem viel frequentierten Radweg aufgefunden. Die individuelle Kennzeichnung der Falle wurde gezielt unkenntlich gemacht und ist somit nicht zuzuordnen.

Die Bezirksbehörde hat den Kadaver nun untersuchen lassen und festgestellt, dass das Tier keine äußeren Verletzungen aufweist. Es sei nicht durch das Fangeisen, sondern eines natürlichen Todes gestorben. Erst anschließend wurde der Fuchs in die Falle gesteckt und am Radweg deponiert.

Polizei hat keine heiße Spur

Die Polizei tappt derweil über die Hintergründe des Vorfalls noch im Dunkeln, wie ein Sprecher gegenüber der Redaktion bekannt gab.

Für den Bezirksjägermeister von Hermagor Bruno Maurer ist es allerdings denkbar, dass ein Hundehasser ein abschreckendes Signal setzen wollte. Vor zwei Jahren waren von Unbekannten mit Rasierklingen versehene Köder in der Region augelegt gewesen. Die Jägerschaft verurteile die Tat, die ein schlechtes Licht auf die Fangjagd werfe zutiefst, so Maurer weiter. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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