Home News Frühjahr: Zeit der Wildunfälle

Frühjahr: Zeit der Wildunfälle

Mit der Zeitumstellung fällt die Dämmerung in den Berufsverkehr – viele Wildtiere fallen dem Straßenverkehr zum Opfer.


Am 31. März werden die Uhren eine Stunde vorgestellt und damit der Berufsverkehr wieder in die Dämmerungszeit verlegt – genau dann, wenn Rehe und andere Wildtiere aktiv sind. Die frischen Pflanzen im Frühling locken das Wild auf Freiflächen, wo es oft Straßen quert.

Mehr als 233.000 Wildtiere fallen jedes Jahr dem Straßenverkehr zum Opfer, die überwiegende Mehrheit davon Rehe mit etwa 192.000 Stück, an zweiter Stelle folgt Schwarzwild mit ca. 35.000 überfahrenen Tieren pro Jahr. Der DJV berichtet von einem Zuwachs an Wildunfällen von etwa zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Vorsicht an Straßen mit Waldrändern

Es gilt daher besonders auf Wildwarnschilder zu achten und auf Straßen entlang von Feld-Wald-Kanten umsichtig, mit angepasster Geschwindigkeit, zu fahren. Läuft ein Tier auf die Fahrbahn lautet die Empfehlung: Kontrolliert abbremsen, abblenden und hupen. Unkontrollierte Ausweichmanöver erhöhen das Unfallrisiko. Bayern testet aktuell ein neues Warnsystem, dass Kollisionen mit Wildtieren an besonderen Unfallschwerpunkten verhindern soll. CL

Neues Wildwarnsystem AniMot


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
Thumbnail