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Zu früh gefreut?

Der Bayerische Rundfunk hat die Baustelle eines geplanten Fanggatters besucht. Foto: BR © BR

Am 10. Oktober hatte der BJV gemeldet, sein Präsident Prof. Jürgen Vocke habe sich dank Fachkenntnis gegen die im Zuge der Tbc-Beprobung geplanten Rotwild-Fanggatter im Bereich Oberstdorf durchgesetzt: Der Bescheid für das Eigenjagdrevier Einödsbach sei am 7. Oktober widerrufen worden.
Der Pressesprecher des Landratamts Oberallgäu hat dies auch auf Nachfrage der Redaktion bestätigt. Grund hierfür sei jedoch gewesen, dass „…die Standsicherheit (des Fanggatters Anm. d. Red.) nicht gewährleistet“ gewesen sei. Die Fanggatter selbst sind jedoch nicht Geschichte: Es werde derzeit ein alternatives Fanggatter in der Nähe errichtet. Der Pressesprecher des BJV, Thomas Schreder bejahte, dass laut Widerrufsbegründung „…die Herstellung problematisch sein könnte“.
Zum Einsatz kommen sollen die „Tötungsgatter“ laut Landratsamt Oberallgäu aber nur, wenn „…alle jagdlichen Maßnahmen zur Bestandsreduktion ausgeschöpft“ sind und es damit „unabdingbar ist“.

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit hatte Vocke schon in einem Antwortschreiben vom 12. September, das der Redaktion vorliegt, davon in Kenntnis gesetzt, dass man alle Maßnahmen einer Rotwild-Reduktion „auflisten und das Für und Wider sorgfältig abwägen“ werde.
MW

Einen Filmbeitrag des Bayerischen Rundfunks zu dem Thema finden Sie hier.