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Frischlingsfang genehmigt

Jeder Fallenjäger weiß, dass diese schmerzhaften Fehlfänge unter dem schweren Falltor beim Gruppenfang nicht zu ­verhindern sind. Foto: Gerold Wandel © Gerold Wandel

Im oberbayerischen Peiting (Landkreis Weilheim-Schongau) greift man im "Kampf" gegen steigende Schwarzwildbestände zu drastischen, aus jagdethischer Sicht höchst bedenklichen Maßnahmen.
Helmut Stork von der Unteren Jagdbehörde teilte den Jägern auf der Peitinger Hegeschau mit, dass der Kreis einen von der Jagdgenossenschaft Frauenrain beantragten Frischlingsfang genehmigen wird. Da aber alle Beteiligten keinerlei Erfahrungen mit dieser Methode haben und die Tötung der gefangenen Tiere aus tierschutzrechtlicher Sicht problematisch sein kann, soll sie von einem Vertreter des Veterinäramtes begleitet werden, bestätigte Stork in einem Gespräch mit der Redaktion. Ein erster Vorstoß zu dem Thema erfolgte im vergangenen Jahr seitens des Bauernverbandes. Damals kam jedoch weder für das Landratsamt, noch für die Jagdgenossenschaft dieser wildfeindliche Schritt in Frage. Stork: "Der sogenannte Sauenfang wurde als unzulässig angesehen." Umso fragwürdiger, dass es jetzt dazu gekommen ist, zumal die Schwarzwildstrecke des vergangenen Jagdjahres bei gleichem Jagddruck von 150 Sauen auf 89 einbrach.
BS