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Freiwillig mehr Tierschutz

Die von der LJN empfohlene Wildfolgevereinbarung unterscheidet nicht zwischen Wild, das verendet aufgefunden wurde, und Wild, das den Fangschuss erhielt. Foto: Wildmeister Jens Krüger © Jens Krüger

Viele Hochwildhegegemeinschaften haben in ihren Satzungen zwingend eine Wildfolge geregelt. Mit dem Beitritt zur Hegegemeinschaft unterwerfen sich die Mitglieder freiwillig dieser Vereinbarung. Sie benötigen dann in der Regel keine weitere Vereinbarung. Auch für alle übrigen Pächter und Eigenjagdbesitzer in Niedersachsen empfiehlt die Landesjägerschaft (LJN) eine Wildfolgevereinbarung, denn Unstimmigkeiten gibt es häufig darüber, wem das Eigentum an der Trophäe und dem Wildbret nach einer erfolgreichen Nachsuche über die eigenen Reviergrenzen hinaus zusteht. Um diese Auseinandersetzungen zu vermeiden, gibt es jetzt vom LJN eine Mustervereinbarung. Diese Vereinbarung sieht vor, dass das Erbeutete immer dem Ausgangsrevier zustehen soll. Ob hierfür dann ein Entgelt gewährt wird oder die Vereinbarung von einer Gegenseitigkeit ausgeht, bleibt den Vertragspartnern überlassen.
Nachdem in der Vergangenheit Gerichte unterschiedlich geurteilt haben, je nachdem, ob das Wild bei einer Nachsuche lebend gefunden wurde und dann im Nachbarrevier zur Strecke kam, oder ob es schon verendet im Nachbarrevier aufgefunden wurde, wird in der Mustervereinbarung empfohlen, diesbezüglich keinen Unterschied zu machen und in beiden Fällen Trophäe und Wildbret dem Ausgangsrevier zuzusprechen.

Clemens H. Hons/BS

Hier finden Sie die Muster-Vereinbarung.