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Der Freiheit entgegen

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Sonntag, 28.08.2011 - 02:18
Wieder in ihrem Element: Die ersten sechs Seehunde sind Anfang August ausgewildert worden.  Foto: NJ<br> © NJ

Vorsichtig erkunden die Junghunde in ihre neue/alte Heimat, das niedersächsische Wattenmeer. Foto: NJ<br>

In großen Körben wurden die Junghunde mit dem Plattbodenschiff „Plumbum“ nach Kalfamer am Ostende der Nordseeinsel Juist gebracht. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Strand in einem provisorischen Gehege wurden sie dann alle gemeinsam in die Freiheit entlassen. Schon bald robbten die jungen Seehunde dem Wasser entgegen, um dann, nach einem Blick zurück, in den Fluten abzutauchen. Neugierig wurden sie dabei aus sicherer Entfernung von ihren wilden Artgenossen beäugt. „Es ist immer wieder eine Freude, wenn sie rausgehen“, betont Peter Lienau, Leiter der Seehundstation. Er und seine Mitarbeiter hoffen, dass sie bis Ende Oktober alle der insgesamt 101 Junghunde, die in diesem Jahr in der Station aufgezogen worden sind, ausgewildert haben. Bei der ersten Auswilderungsfahrt dieses Jahres war auch Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander mit von der Partie. Er betonte die Bedeutung der Arbeit der Seehundstation: „Wir haben die Verpflichtung, den Seehunden zu helfen, denn sie sind die Symboltiere des Wattenmeeres.“
Bevor die jungen Seehunde ausgewildert werden können, müssen sie ein Gewicht von 25 kg erreicht haben. Neben einem positiven Gesundheitsbefund ist das eine Grundvoraussetzung für ihren Weg zurück in die Nordsee. Denn nur damit haben die Junghunde genügen Fett und auch Muskelmasse, um in Freiheit überleben zu können. Dazu wurden sie seit ihrem „Einzug“ in die Seehundstation mit einem Gemisch aus u. a. fettreicher Welpenmilch und Heringsbrei gefüttert. Nach durchschnittlich 64 Tagen können die kleinen Seehunde dann wieder in die Nordsee entlassen werden. IF