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Frauenanteil steigt auch im "Ländle"

Auch die Frauen im Südwesten Deutschlands haben zunehmend Spaß an der Jagd. Foto: LJV-BW © Foto: LJV Baden-Württemberg

Die "Männerdomäne" wackelt: Rund 2000 Frauen gehen mittlerweile in Baden-Württemberg zur Jagd. Ihr Anteil von derzeit rund 6 Prozent steigt langsam, aber stetig. Auch in den Vorständen von Kreisjägervereinigungen und Hegeringen sind sie immer häufiger vertreten. Über 13 Prozent derer, die in diesem Jahr in Baden-Württemberg den Jagdschein neu erworben haben, sind Frauen.
Allzu zart besaitet dürfen Dianas Töchter nicht sein, denn es gilt, auch bergan oder durch dichtes Gestrüpp mitzuhalten sowie erlegtes Wild zu bergen und zu versorgen. Auch etwas handwerkliches Geschick ist gefragt, um notwendige Arbeiten im Revier selbst erledigen zu können.
Wer mit Pfennigabsätzen zum Jungjägerkurs erscheint und sich die Finger nicht schmutzig machen mag, ist fehl am Platz. Trotzdem wer sich unter Jägerinnen nur breitschultrige "Flintenweiber" vorstellt, der irrt gewaltig. Sie beweisen, dass Jagdkleidung auch modisch sein kann, und im appetitlichen Zubereiten der Jagdbeute haben sie den meisten ihrer männlichen Zunftgenossen immer noch einiges voraus. Naturverbundenheit und Passion zeichnen Jägerin und Jäger gleichermaßen aus.
Wer sich als Frau trotzdem nicht nur unter bärtige Gestalten am Stammtisch mischen mag, findet Gleichgesinnte im Jägerinnen-Forum des Landesjagdverbandes. Dort werden neben gemeinsamen Jagden und regelmäßigen Schießtrainings auch Koch-, Pilz- und Kräuterkurse angeboten. LJV-BW