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Frauen im nächtlichen Einsatz für Rhino und Giraffe

Unbewaffnet und dennoch wirkungsvoll: Wildhüterinnen auf Patrouille. Foto: obs/N24/@WeltN24


Ganz so resolut wird eine Begegung mit der gleichnamigen – weiblichen – Spezialtruppe gegen Wilderei wohl nicht ausfallen. Dass die Existenz der „Black Mambas“ aber durchaus berechtigt ist, zeigt ein Blick auf die frisch aktualisierte Rote Liste.
Das private Balule Wildreservat in Südafrika ist Heimat der berühmten „Big Five“. Sein ungezäunter Bereich grenzt direkt an den Krüger Nationalpark. Dieses auf klassische Safari-Touristen spezialisierte Reservat hatte lange mit einem typischen Problem zu kämpfen: Wilderei. Um vor allem die dort noch existierenden Nashörner zu schützen, hat man 36 Frauen aus der Gegend engagiert, die nachts an der dem Krüger Nationalpark abgewandten und gezäunten Seite auf Patrouille gehen – und zwar mit militärischer Ausbildung, aber unbewaffnet, wie es in einer Pressemitteilung von „N24“ heisst. Auf diesem Sender ist morgen (11. Dezember um 20.05 Uhr) eine Reportage names „Black Mambas – Frauen an die Front gegen Wilderei“ zu sehen. Wie es scheint, zeigt die Einsatztruppe tatsächlich Wirkung: Die Zahl getöteter Nashörner ging laut „N24“ von etwa 90 auf drei pro Jahr zurück.
Dass Wilderei auch abseits der Hornträger eines der großen Naturschutzprobleme Afrikas ist, zeigt auch die am 8. Dezember aktualisierte „Rote Liste“ der Weltnaturschutzorganisation IUCN: Die Giraffe als Art (und damit auch ihre neun Unterarten) wird ab sofort als „vulnerable“ eingestuft und gilt somit als gefährdet. Ihre Bestände sind in den vergangenen 30 Jahren um bis zu 40 Prozent gesunken. Als Grund gibt die IUCN mitunter Lebensraumverlust, zunehmende Mensch-Tier-Konflikte und Wilderei an. Dass Wildtiere durch eine nachhaltige Trophäenjagd einen finanziellen Wert auch für die Bevölkerung vor Ort bekommen, ist von weltweit agierenden Naturschutzorganisationen wie eben der IUCN und auch dem WWF anerkannt und wird befürwortet.
MW