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Frauchen rettet Hund vor Luchs

Innerhalb von drei Monaten wurden im Harz zwei Hunde von Luchsen attackiert (Symbolbild).


Im Harz hat am Montag, 29. Januar erneut ein Luchs einen Hund attackiert. Bereits Ende November gab es einen sehr ähnlichen Fall. Eine Spaziergängerin sei mit ihrem Schäferhundmischling auf einem Feldweg nahe Osterode (Niedersachsen) unterwegs gewesen, erklärt Luchsbeauftragter Ole Anders gegenüber der Redaktion. Plötzlich sei aus einem dichten Feldgehölz ein Luchs hervorgeschossen und habe den Hund angegriffen. Beide rannten den Weg entlang. Die Besitzerin des Hundes reagierte schnell und rannte, wild mit der Leine fuchtelnd hinterher. Es habe keinen direkten Kontakt zwischen den drei Beteiligten gegeben.

Luchs lässt sich nicht fangen

Daraufhin habe der Luchs die Verfolgung aufgegeben und sich ins Gestrüpp zurückgezogen. Dort blieb er bis die Luchsberater etwa eine Stunde später vor Ort eintrafen. Erst als sie sich in die Hecke begeben hatten, um nachzusehen, ob dort ein Riss liege, habe sich das Tier zurückgezogen, so Anders. Tatsächlich sei dort ein gerissenes Reh gelegen. Versuche, den Luchs über Nacht in eine Kastenfalle zu locken blieben erfolglos. Am morgen habe man dann die Falle und den Kadaver des Rehs entfernt, um die Situation zu entschärfen. Da sich der Vorfall im November nur etwa zehn Kilometer entfern zugetragen hat, könne man nicht ausschließen, dass es sich um den gleichen Luchs handle, erklärt Anders.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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