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Franz-Josef-Strauß-Ring: Jagd-Vergangenheit führt zu Diskussionen

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Kathrin Führes
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Freitag, 14.02.2020 - 16:00
Führt die Jagdvergangenheit von Franz Josef Strauß zur Umbenennung des Franz-Josef-Strauß-Rings in München? © imago/Lindenthaler/ S.T.A.R.S - stock.adobe.com/ Robert Ward
Führt die Jagdvergangenheit von Franz Josef Strauß zur Umbenennung des Franz-Josef-Strauß-Rings in München?

Wirbel um Bayerns ehemaligen Ministerpräsidenten: Wie die "FAZ" berichtet, hat der Münchner Stadtrat bereits 2016 auf Anregung der SPD-Fraktion alle 6.000 Straßennahmen der bayerischen Hauptstadt zur Überprüfung gegeben. Nun wurde ein erstes Ergebnis präsentiert.

Neben Erich Kästner, Christoph Kolumbus oder Robert Koch, wird auch der, in Bayern genauso beliebte wie auch gehasste, ehemalige CSU-Politiker auf einer Liste historisch belastender Namensgeber für Straßen aufgeführt. Insgesamt soll die, als vertraulich eingestufte Liste, 320 Verdachtsfälle enthalten. So wird nach Medienberichten bei Erich Kästner als Begründung aufgeführt, er habe in der NS-Zeit Deutschland nicht verlassen.

Jagd-Passion führte zur Aufnahme in die Liste

Bei Franz Josef Strauß führte jedoch nicht seine politische Vergangenheit zu der Aufnahme auf die Liste, bei denen die Forscher einen erhöhten Diskussionsbedarf sehen, sondern seine Vorliebe für die Jagd. Wie die "FAZ" weiter berichtet, hätte die von Strauß durchgeführten Jagden auf Antilopen in Afrika den Ausschlag gegeben. Franz Josef Strauß liebte die Jagd und, anders als viele Politiker heutzutage, lebte er seine Passion offen aus.

Inzwischen rudert man in München jedoch zurück. Es würde sich lediglich um ein Zwischenergebnis handeln, abschließende Kommentierungen und Ergebnisse gebe es derzeit nicht.

Mit Franz Josef Strauß auf Jagd

Das Filmmaterial wurde uns freundlicherweise von Alexander Bosl zur Verfügung gestellt.