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Frankreich will bis zu 40 Wölfe entnehmen

In Frankreich sollen künftig etwa 10 Prozent der Wolfspopulation jährlich entnommen werden.


Das französische Ministère de la Transition, ècologique et solidaire (Umweltministerium) hat einen Managementplan für den Wolf veröffentlicht. Dieser soll von 2018 bis 2023 den Umgang mit der Wolfspopulation regeln. Planmäßig solle der Bestand bis 2023 auf 500 Tiere anwachsen. Wenn dieses Ziel erreicht ist, werde das weitere Management angepasst. Bis dahin könnten pro Jahr etwa 10 Prozent des jeweiligen Bestandes entnommen werden, ohne die geplante Entwicklung zu gefährden. Diese Angaben basierten auf wissenschaftlichen Untersuchungen, so das Ministerium weiter. Für 2018 sei deshalb eine Entnahme von bis zu 40 Wölfen geplant.

Bei Zählungen im März 2017 wurden festgestellt, dass damals zwischen 265 und 402 Wölfe in Frankreich lebten. Die Entwicklung der vergangenen Jahre lege nahe, dass die Population nicht gefährdet sei, so das Papier.

 

Auch Herdenschutzmaßnahmen geplant

Das Umweltministerium gibt an, es gehe vor allem um den Schutz von Weidevieh und die Unterstützung der Züchter und Halter. Dafür sollen Forschungsprogramme eingerichtet werden, die zu einer besseren Kenntniss der Art führen. Außerdem soll der Herdenschutz unter anderem mit Herdenschutzhunden verbessert werden.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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