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Frankreich macht den Weg frei für Wolfsjagd

In Frankreich werden künftig Wölfe zur Bestandsregulierung erlegt (Symbolbild).


Seit 1. September ist die Erlegung von Wölfen im Südosten Frankreichs (Département Alpes-de-Haute-Provence) zur Bestandsregulierung erlaubt. Wie der „Schweizer Bauer“ schreibt, besichtigte der zuständige Präfekt Stéphane Bouillon bei einer Ortsbegehung die Wolfsschäden in der Region, bevor er die Entscheidung verkündete.

Der aktuelle Wolfsmanagementplan für Frankreich sah bislang eine Quote von bis zu 40 erlegten Wölfen im Jahr vor – allerdings nur zur unmittelbaren Gefahrenabwehr. Der Bauernverband (FNSEA) und die Züchtervereinigungen sprachen von ersten Erfolgen.

Die Forderungen der Viehhalter gehen allerdings noch weiter: So sollen Wölfe zur Gefahrenabwehr auch in Nationalparks erlegt werden dürfen. Auch der Einsatz von Wärmebild-Zielfernrohren wird diskutiert. Frankreich plant in seinem Managementplan langfristig mit einer Zielpopulation von 500 Individuen. Diese Zahl ist mittlerweile landesweit bereits so gut wie erreicht. Die Landwirtschaftsverbände fordern daher eine Ausweitung der Wolfsjagd.

Schweiz gibt Einzelabschüsse frei

Im Kanton Wallis (Schweiz) sind derzeit ebenfalls zwei Wölfe zum Abschuss freigegeben. Der Grund hierfür sind die seit Mitte August stark zunehmenden Risse, sogar auf geschützten Almen.  Damit seien die Bedingungen für Einzelschüsse gegeben, schreibt „1815.ch“.


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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