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Frankfurt geht Nilgänsen ans Gefieder

Nilgänse gehören zu den invasiven Arten (Symbolbild).


Im Brentanobad in Frankfurt am Main (Hessen) sind die Nilgänse los. Bis zu 100 Tiere halten sich laut Frank Müller (Leiter der Bäderbetriebe) auf dem Gelände auf. Die unschönen Folgen werden nun durch eine Untersuchung offensichtlich. Diese hat ergeben, dass der Kot der Tiere Krankheitserreger, wie Salmonellen, beinhalten kann, so Müller. Vor allem Kinder sind dadurch gefährdet.

Nun reagiert die Stadt. Sie genemigt die Bejagung der Gänse im Freibad ab dem 1.September. Die Entnahme soll von einem qualifizierten Jäger durchgeführt werden, wie Müller gegenüber der Redaktion erwähnt. Der mit der Bejagung beauftragte, Axel Seidemann erklärt, er wolle die Tiere mit einer Kleinkaliberwaffe aus kurzer Distanz erlegen. Die Abschüsse sollen eher der Vergrämung, als der Dezimierung dienen. Möglichst alle erlegten Tiere würden verwertet werden. Seidemann ist seit längerem in Frankfurt für die Entnahme von Tieren zuständig.

Vergrämung bislang erfolglos

Naturschützer von NABU und BUND wehren sich gegen den Abschuss der Tiere. Man solle lieber versuchen, die Vögel zu vergrämen. Bisher blieben laut Müller allerdings alle Versuche mit Jagdhunden, Plastikschwan, Raubvogelstimmen und Drohnen erfolglos. Auch auf weiteren Flächen in der Stadt wird eine Reduktion der Nilgänse in Betracht gezogen. Laut Müller soll außerdem ein runder Tisch eingerichtet werden, um sich mit allen Beteiligten über das zukünftige Vorgehen abzustimmen. SBA


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