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Forstliches Gutachtenunter Beschuss

Die Vortragenden um Dr. med. Holger von Stetten übten harsche Kritik am Verbissgutachten.  Foto: Pfannenstiel © Pfannenstiel

Die Jagenda21 e.V. hatte Ende Februar nach Weihenstephan zu einem Symposium eingeladen. In mehreren Beiträgen wurde harte Kritik am Verbissgutachten geäußert. Die Referenten kritisierten vor allem, dass sich der Verursacher von Verbiss nicht zweifelsfrei feststellen lasse und keine Pflanzenzahlen genannt werden, auf die sich die Verbissprozente beziehen.
Die Interpretation der Verbissprozente und ihre Auswirkung auf die Abschussplanung seien darüber hinaus fragwürdig, da sich nicht wissenschaftlich fundiert von Verbiss auf den Wildbestand schließen lässt. Man folgerte, dass solche Ergebnisse eine willkürliche Erhöhung der Abschusszahlen nicht rechtfertigen.
Die zirka 100 Teilnehmer des Symposiums waren sich einig, dass dieses Forstliche Gutachten nicht zeitgemäß ist und durch ein objektives und nachvollziehbares Verfahren zur Beurteilung des Vegetationszustandes ersetzt werden muss. Dabei ist vorrangig darauf zu achten, wie viele Pflanzen durchkommen, statt Verbissprozente zum Maß aller Dinge zu machen.
Prof Hans-Dieter Pfannenstiel/MW