+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 2.457 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 21.10.2021) +++
Home News Flutopfer Hilfe: Spendenbündnis lehnt Geld von Waffenkonzern ab

Flutopfer-Hilfe: Spendenbündnis lehnt Geld von Waffenkonzern ab

Fokko Kleihauer © Fokko Kleihauer
Fokko Kleihauer
am
Samstag, 18.09.2021 - 16:00
HKG3-FK © Sergey Kamshylin

Rund 7.500 Euro sammelte die Belegschaft des Oberndorfer Konzerns Heckler & Koch für bedürftige Flutopfer in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die Konzernführung verdoppelte die Spendensumme anschließend auf 15.000 Euro. Im August landete das Geld dann auf einem Konto von „Aktion Deutschland hilft“.

Rund einen Monat später überwies der eingetragene Verein das Geld jedoch zurück – die Spende würde die ethischen Richtlinien des Spendenbündnisses verletzen.

Heckler & Koch reagierte nun mit einem offenen Brief an das Bündnis sowie dessen Schirmherren, Ex-Bundespräsidenten Horst Köhler (CDU), und den Kuratoriumsvorsitzenden, Außenminister Heiko Maas (SPD). Für die Rücküberweisung habe man kein Verständnis, sei viel mehr „bestürzt“ über die Ablehnung der Spende.

Spendenbündnis steht zur Entscheidung

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bekräftigte das Bündnis die Entscheidung. In den ethischen Leitlinien stehe unter anderem: „Das Unternehmen stellt weder Kriegswaffen her oder verbreitet sie.“

Dementsprechend sei die Ablehnung eine Grundsatzentscheidung, gegen Heckler & Koch im einzelnen war die Entscheidung nicht gerichtet.

Heckler & Koch spendet trotzdem

Leer gehen die Betroffenen im Flutgebiet aber nicht aus. Das Geld will Heckler & Koch nun an das Technische Hilfswerk und an die von der Flutkatastrophe im Juli besonders getroffene Gemeinde Dernau im Ahrtal (Rheinland-Pfalz) spenden.


Kommentieren Sie