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Flüchtling im Exil: Der Rothirsch

Haymo G. Rethwisch, Stifter und Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. Foto: MPM © MPM

Das Leitmotiv des Symposiums bildet der schlagkräftige Slogan: „Unfrei im Freistaat“, den die Deutsche Wildtier Stiftung für die Veranstaltung gewählt hat. Dahinter steht die Frage, wo der Rothirsch in Zukunft noch leben soll? In Bayern zum Beispiel existiert er derzeit nur noch in wenigen Gebieten.
BJV-Präsident Prof. Jürgen Vocke wies in seinem Grußwort denn auch auf einige Widersprüche im Umgang mit dieser Wildart hin. So wird der Rothirsch im Freistaat zwar verehrt wie kaum ein zweites Wildtier, gleichzeitig weiß ein Großteil der Gesellschaft aber nicht, dass der Rothirsch in Bayern eigentlich ein eingesperrtes Lebewesen ist und seines natürlichen Lebensraumes beraubt wurde: Als Rudeltier der Steppe und Freifläche darbt er im Walde!
Haymo G. Rethwisch, Stifter und Vorsitzender der Deutschen Wildtier Stiftung, plädierte in seiner Ansprache ganz allgemein für mehr Akzeptanz für Wildtiere. Es müsse in Zukunft heißen: Bessere Lebensperspektiven für unsere Wildtiere, mit dem Motto: „Wald und Feld mit Wild“.
Mit dem Rotwildsymposium wollen die Versanstalter ein Signal setzen: Der Rothirsch hat es nicht verdient, als Schädling verunglimpft zu werden. Viel mehr sollte er als heimische, zumal als größte, Wildtierart wieder einen festen Platz in der Landschaft erhalten. Neben der Fachdiskussion und der politischen Auseinandersetzung geht es der Deutschen Wildtier Stiftung und dem Bayerischen Jagdverband vor allem auch darum, die Öffentlichkeit für diese Anliegen zu gewinnen. MPM