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Flockenfall in Afrika

Foto: AZ Namibia/ Schäfer © AZ Namibia/ Schäfer
Foto: AZ Namibia/ Schäfer © AZ Namibia/ Schäfer

Foto: AZ Namibia/ Schäfer

Aufgenommen wurde das Bild in dieser Woche in Namibia. Die in Windhoek erscheinende deutschsprachige "Allgemeine Zeitung" (AZ) hat das Foto zusammen mit weiteren Bildern veröffentlicht. Die Fotografien besitzen Seltenheitswert, "geknipst" und der AZ zur Verfügung gestellt wurden sie vom Ehepaar Schäfer auf der Farm "Swartfontein". Eberhard Hofmann, Redakteur der AZ, beschreibt das Zustandekommen dieses ungewöhnlichen Naturphänomens gegenüber jagderleben.de so:
"Die kalten Wetterfronten, die während der Wintermonate dem westlichen Kapland in Südafrika den Regen und auf den Bergen auch mitunter Schnee bringen, erreichen im abgeregneten Zustand auch den Süden und die Landesmitte Namibias. Da kommt es dann im Süden und im zentralen Teil vor Sonnenaufgang zu Minustemperaturen bis zu 15 Grad C unter Null. Am Tag steigt die Temperatur wieder auf 15 bis 25 Grad. Der tiefe Süden zwischen Lüderitzbucht und dem Oranje-Grenzfluss erhält fast jährlich etwas Winterregen. Die hoch gelegene Bahnstation Aus, östliche von Lüderitzbucht, erhält so alle zehn Jahre etwas Schnee. Alle 15 bis 20 Jahre bringt ein Ausläufer der kalten Fronten vom Kapland jedoch genug Feuchtigkeit und Kälte bis etwa zur Landesmitte mit, dass es – wie in dieser Woche - an der kontinentalen Randstufe zur Namib hin oder auch in den Bergen südlich von Windhoek schneit."
Befragt nach den Auswirkungen auf die Tiere meinte Hofmann: "Uns ist nicht bekannt, ob das Wild anderes als sonst übliches Verhalten zeigt, wenn es einmal schneit. Die Südfarmer müssen jedoch wiederholt mit Kleinviehverlusten (Schafe und Ziegen) rechnen, wenn die Tiere im Freien vom nasskalten Wetter überrascht werden und nicht beizeiten einen Wetterschutz erreichen". RJE