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Fleischkonzerne wollen Jägern Wildbret abkaufen

Der Preis für Schwarzwildbret geht stetig in den Keller.


Die Fleischkonzerne Westfleisch und Tönnies haben angeboten Schwarzwild abzunehmen, um den Preisverfall auf dem Wildbretmarkt aufzuhalten. Bei einem Gespräch mit der Redaktion, betonte ein Sprecher von Tönnies, dass sie nur daran interessiert sind, den Preisverfall aufzuhalten. Von Jägern und Wildhändlern in Nordrhein-Westfalen soll das Wildbret aufgekauft und vermarktet, teilweise aber auch gefrostet werden. So soll nicht zu viel Fleisch gleichzeitig auf den Markt gebracht werden, um den Preis stabil zu halten. Tönnies gab an, dass keine Kampagnen mit Discountern gefahren werden sollen. 

10.000 Stück Schwarzwild an Tönnies & Westfleisch?

Im „Westfalen-Blatt“ ist die Rede von 10.000 Stück Schwarzwild, die die Konzerne abnehmen möchten. Dies wäre etwa 15% der letztjährigen Jahresstrecke in NRW. Auf Nachfrage der Redaktion, wollte Tönnies diese Zahl nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren. Weiterhin nannte das Unternehmen keine näheren Details über die Bezahlung. Tönnies stellt mit über 20 Millionen geschlachteten Schweinen jedes Jahr den größten Schlachtbetrieb für Hausschweine in Deutschland dar.

Der Landesjagdverband NRW erklärte gegenüber der Redaktion, dass im Arbeitskreis Schwarzwild Vermarktungsstrategien entstehen sollen und bestätigte das bestehende Angebot von Tönnies und Westfleisch.

 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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