Fleischhygiene: Bundesrat kippt Wildmarke

In einigen Bundesländer - hier Brandenburg - sind Wildmarken aufgrund landesrechtlicher Regelungen in Gebrauch. Foto: Hanns Pause


Auf Antrag des Landes Schleswig-Holstein hat der Bundesrat in seiner Sitzung am 26. März beschlossen, § 16a der Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) zu streichen. Die nun gekippte Vorschrift sah die "verpflichtende Kennzeichnung von erlegtem Großwild auch bei der Abgabe an Endverbraucher und örtliche Einzel-händler mit einer amtlichen Marke und einem so genannten Wildursprungsschein" vor, wie es in der Begründung des Antrags heißt.
Damit gehe die Regelung über die Bestimmungen des EU-Lebensmittehygienepakets hinaus, da die Verordnung (EG) Nr. 853/2004 diese Tätigkeiten ausdrücklich ausnimmt, heißt es weiter. Die Abgabe des Wildbrets erfolge aber in der Regel unmittelbar durch den Jäger selbst, so dass die Herkunft des Fleisches in der Regel bekannt ist und nur in einem engen örtlichen Rahmen erfolgt. SE