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Der Flamingo-Mordist aufgeklärt

Einer der gerissenen Flamingos auf dem Seziertisch des Landeslabors. Foto: picture alliance/dpa


Es geschah in den Nächten zwischen dem 20. und 22. März. Insgesamt wurden im Zoo der Mainmetropole 15 Chile-Flamingos geköpft. Nachdem in der ersten Tatnacht neun Tiere ihr Leben ließen, patrouillierte die Polizei vor dem Tierpark um dem mutmaßlichen Vogel-Quäler das Handwerk zu legen.
Schließlich entdeckten die Ordnungshüter den wahren „Täter“: ein Rotfuchs (Vulpes vulpes), der im „Beisein“ der Beamten in der zweiten Nacht sechs weitere Tiere riss. Das erkläre auch, warum der zooeigene Wachdienst die Tat des heimlichen Räubers nicht bemerkte, heißt es in einer Pressemitteilung des Zoodirektors Prof. Dr. Manfred Niekisch. Er war es auch, der entgegen den Vermutungen einiger Medien von Anfang an Reineke verdächtigte. Veterinäre des Hessischen Landeslabors in Gießen hätten diese Annahme jetzt bestätigt, indem sie an allen getöteten Vögeln spezifische Bissverletzungen nachwiesen.
Der Zoo-Verwaltung bleibt jedoch keine Zeit der Trauer, denn jetzt fühlt sich eine der bekanntesten und gleichzeitig umstrittensten NGO (Übers. Nichtregierungsorganisation) befleißigt, die Haltungsbedingungen zu kritisieren. Wenn man Vögeln die Flügel stutze sei es so, als würde man einem gesunden Menschen die Beine amputieren. Gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ sagte Niekisch dazu: „Peta hat keine Ahnung.“
BS