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Feuerwehrmann in die Hand gebissen

Entweder sollte es eine Demonstration gegen den drohenden Abriss des Gebäudes sein, oder aber Meister Reineke wollte einfach nur "hoch hinaus": Gestern gegen sieben Uhr morgens eintdeckten Arbeiter einer Abbruchbaustelle im Süden Münchens auf Höhe des siebten Stockwerks einen Fuchs, der auf dem Baugerüst umherspazierte. Dies meldet die Berufsfeuerwehr (BF) der bayerischen Landeshauptstadt. Diese wurde nämlich gerufen, um den "Eindringling" zu entfernen.
Nach seiner Entdeckung hatte sich der Rotrock zunächst in das Gebäudeinnere verzogen. Ein Arbeiter fand den Fuchs dann in einem kleinen Raum im neunten Obergeschoss, versteckt in einer Ecke. Die vom Polier zu Hilfe gerufene Feuerwehr rückte kurz darauf an. Ein Feuerwehrmann postierte sich mit einer großen Fangkiste vor der Eingangstüre des Zimmers während ein zweiter Kollege den Fuchs zum Sprung in die Kiste veranlassen konnte. Da das erwachsene Tier augenscheinlich gesund war, sollte der Fuchs im Perlacher Forst wieder freigelassen werden.
Doch dann passierte es: Kurz vor dem Sprung in die Freiheit "bedankte" sich Meister Reineke noch mit einem kräftigen Biss in die Hand seines Retters, ehe er entschwand. Trotzdem er Schutzhandschuhe an hatte, wurde der Feuerwehrbeamte dabei verletzt und musste in ärztliche Behandlung. Ob diese auch eine vorsorgliche Tollwutimpfung beinhaltete, konnte die Pressestelle der BF München jagderleben.de nicht mitteilen. RJE

Bild: Seine Gefangenschaft währte nur kurz – der "Baustellenfuchs" wurde in der Perlacher Forst entlassen. Foto: Berufsfeuerwehr München