Home News Feuer gegen Isegrim

Feuer gegen Isegrim

Dieses Mahnfeuer wurde gestern in Fintel (Kreis Rotenburg, Niedersachsen) entzündet. © Thomas Bock

Dieses Mahnfeuer wurde gestern in Fintel (Kreis Rotenburg, Niedersachsen) entzündet.


Insgesamt haben sich sieben Nationen an der Aktion beteiligt. Darunter Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, die Schweiz, Österreich und die Türkei. An  67 Stellen wurden die Mahnfeuer entzündet. Aufgerufen dazu hatte der Förderverein der Deutschen Schafhaltung.

„Die europäische Strategie einer Koexistenz der Weidewirtschaft mit diesem Raubtier ist grandios gescheitert und muss neu diskutiert werden“, erläutert Wendelin Schmücker, Vorsitzender des Fördervereins. „Eines der Probleme: Gerade dort, wo Schafherden üblicherweise weiden, etwa auf langgezogenen Deichen, Naturflächen oder in Mittelgebirgen, lassen sich die Tiere nicht effektiv schützen und fallen angreifenden Wolfsrudeln zur Beute.“

Schutzmaßnahmen haben versagt

Doch auch gut geschützte Herden seien nicht sicher: Selbst in Gegenwart von Herdenschutzhunden würden Wölfe angreifen – und in Frankreich zu mehr als 50 Prozent am Tag, so Schmücker. Noch beunruhigender sei die Tatsache, dass die Anwesenheit von Menschen, die Nähe von Straßen und Siedlungen, sie nicht mehr abschrecke. Die Wölfe hätten gelernt, dass ihre Attacken meist folgenlos blieben. So entfielen beispielsweise in Sachsen drei Viertel aller Schafrisse auf geschützte Haltungen. 


Redaktion jagderleben Tagesaktuell, multimedial, fachlich kompetent – jagderleben.de versorgt täglich Jägerinnen und Jäger im deutschsprachigen Raum mit Neuigkeiten rund um die Themen Jagd und Natur.
Thumbnail