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Fellwechsel: Neuanfang ohne Deutscher Jagdverband und Prämien

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Kathrin Führes
am
Dienstag, 01.12.2020 - 08:00
Für Bälge will Fellwechsel künftig kein Geld mehr zahlen. © YuliaB - stock.adobe.com
Für Bälge will Fellwechsel künftig kein Geld mehr zahlen.

Im Juli wurde bekannt, dass die Fellwechsel GmbH ihre Produktion aufgrund finanzieller Schwierigkeiten einstellen musste. Nun soll es mit Fellwechsel weitergehen. Wie der Landesjagdverband Baden-Württemberg berichtet, hat die Fellwechsel GmbH ihr operatives Geschäft größtenteils an die neu gegründete Fellwechsel Vertrieb GmbH mit Sitz in Schleswig-Holstein übertragen. Unter dem bisherigen Logo soll wie bisher produziert und die Produkte vermarktet werden. Der Deutsche Jagdverband werde sich jedoch als Gesellschafter zurückziehen.

Keine Prämien mehr für Erleger

Wie Fellwechsel berichtet, hätten einige Landesjagdverbände bereits zugesagt, die Balg-Sammlungen zu organisieren und durchzuführen. Einer davon ist der Verband aus Baden-Württemberg. Der LJV gab dazu in einer Pressemitteilung an: „Das Präsidium des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg e.V. (LJV) hat beschlossen, dass wir den Gedanken der nachhaltigen Nutzung von erlegtem Raubwild auch weiterhin unterstützen wollen.“ Dazu habe man mit der Fellwechsel Vertrieb GmbH eine vertragliche Vereinbarung geschlossen. Man werde die Sammlung der erlegten Tiere in registrierten Sammelstellen in Baden-Württemberg organisieren. Zweimal im Winter werde eine Leerung der Sammelstellen und ein Transport ins Zwischenlager nach Raststatt organisiert. Von dort erfolgt dann die Abholung zur Weiterverarbeitung in Schleswig-Holstein, so der LJV.

Erlegtes Raubwild von Jägern, die ihre Bälge gegerbt zurückhaben und selbst nutzen wollen, werden weiterhin in Baden-Württemberg verarbeitet. Für Tiere, die durch die Fellwechsel Vertrieb GmbH verarbeitet werden, können jedoch künftig keine Prämien mehr gezahlt werden. Bereits 2019 hatte die alte Fellwechsel GmbH die Bezahlung für Bälge von Fuchs, Nutria und Bisam eingestellt.


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