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Feinste Brechstangen-Politik

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Freitag, 24.04.2015 - 16:52
Demo gegen Ideologien: Tausende versuchten zu verhindern, was Rot-Grün jetzt wohl umsetzt. Foto: DIT © DIT

Noch vor zwei Tagen wollte die SPD-Fraktion nichts sagen. Man sei noch nicht soweit und müsse die Änderungen erst in der Fraktion konkretisieren, rechtfertigte sich SPD-Sprecher Nobert Meesters im Gespräch mit der Redaktion. Heute wurden schließlich diese Punkte veröffentlicht:
  • Die Jagdsteuer wird nicht wieder eingeführt
  • Keine Trophäenschau-Pflicht mehr, auch für Rotwild
  • Waldschnepfe und Rebhuhn im Katalog der jagdbaren Arten, jedoch ganzjährig geschont, ebenso der Höckerschwan
  • Baujagd grundsätzlich verboten, nur mit Ausnahmegenehmigung in Kunstbauten
  • Verbot bleihaltiger Munition
  • Verpflichtender Schießnachweis
  • Schwarzwild darf in Notzeiten gefüttert werden
  • Verbissgutachten als Bestandteil der Abschussplanung
  • Keine Jagdhundeausbildung an flugunfähigen Enten
  • Voraussetzungen zur Gründung einer Jagdvereinigung werden erleichtert
  • Einführung eines Verbreitungsgebietes für Sikawild im Arnsberger Wald und in Beverungen, jedoch erst 2020. Bis dahin sollen Bestände "angepasst" werden.
Dirk Louy, CDU-Sprecher, ist über den Schnellkurs verärgert: Die 86 Einzeländerungen, die von seiner Partei erarbeitet wurden, seien im Umweltausschuss pauschal abgelehnt worden. Da das rot-grüne Jagdgesetz bereits am kommenden Mittwoch im Plenum – per namentlicher Abstimmung – verabschiedet wird, bestünde nun keine Möglichkeit mehr, über Inhalte zu verhandeln.
MH