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Falsche Kontrolleure im Jagdrevier

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Freitag, 29.08.2014 - 02:00
Der Einsatz von Nachtzieltechnik für die Schwarzwildjagd wird derzeit in Deutschland heiß diskutiert (Symbolbild). © E. Marek/ASR

Obwohl es schon dunkel und kein Mondschein war, blieb ein Jäger im Landkreis Cham Mitte August noch länger sitzen: Er wollte hören, ob Sauen in dem Maisfeld waren, das er und die Jagdpächterin einzuzäunen gedachten, um weiteren Schaden abzuwenden.
Gegen 22.45 Uhr standen dann plötzlich zwei ihm unbekannte Männer ausgerüstet mit starken Lampen und Funkgeräten vor ihm und leuchteten dem Begehungsscheininhaber ins Gesicht. „Die haben gefragt, was ich hier denn mache, schließlich könne ich bei der Dunkelheit gar nicht schießen“, erzählt der Betroffene gegenüber jagderleben. Da angeblich in dieser Gegend des Öfteren nachts Schüsse fallen, wären sie von der Behörde beauftragt worden, zu kontrollieren, ob illegale Nachtzielgeräte verwendet werden, kam es als Antwort auf seine Gegenfrage, was Sie den von ihm wollten. Ein Ausweis wurde aber weder von ihnen vorgezeigt, noch vom Jäger verlangt. Auch die Bockbüchsflinte blieb unbeachtet.

Polizei und die Untere Jagdbehörde in Cham wissen nichts von der Aktion: „Wir haben weder eine Anweisung ausgegeben, noch kontrolliert“. Nach erfolgter "Kurzkontrolle" seien die beiden Männer auf einen Hügel gelaufen, hätten die Umgebung abgeleuchtet und seien wieder verschwunden, so der "kontrollierte" Jäger.
PB/MW