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Falknerei ist deutsches Kulturerbe

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Samstag, 20.12.2014 - 01:10
Eingespieltes Jagd-Team: Eine Falknerin mit Hund und Greif. Foto: DFO © DFO

Die Falknerei erfährt mit der Aufnahme in die Liste des immateriellen Kulturerbes die selbe kulturelle Anerkennung wie die deutsche Brotkultur, der Orgelbau oder die Oberammergauer Festspiele. Stolz sind die Verantwortlichen: „Wir freuen uns sehr darüber“, sagte Kuno Seitz, Geschäftsführer des Deutschen Falknerordens (DFO).
Doch nicht immer war es um die Falknerei gut bestellt. Nach ihrer Blütezeiten im Hochmittelalter und Barock, geriet die Beizjagd insbesondere im 19. Jahrhundert, durch die Weiterentwicklung der Feuerwaffen, in Vergessenheit. Nur einer Gruppe von Falknern, Jägern und Greifvogelschützern ist es zu verdanken, dass diese Jagdart wiederbelebt wurde. Gemeinsam gründeten sie 1921 den DFO – der seither als älteste Falknervereinigung der Welt besteht.
Mittlerweile stehen dem DFO mit dem „Orden Deutscher Falkoniere“ und dem „Verband Deutscher Falkner“ zwei starke Partner auf nationaler und internationaler Ebene zur Seite.
Gerade heute ist die Jagd mit Greifvögeln in Gebieten, wo die Jagd mit der Waffe unterbleiben muss, unverzichtbar. Zudem sind die moderne Beizjagd und der Greifvogelschutz untrennbar miteinander verbunden.
Seitz ist sich sicher, dass die Auszeichnung einen Imagegewinn bedeutet: „Dies können auch gegnerische Stimme nicht leugnen, wenn sie versuchen die Beizjagd im Zuge der Jagdgesetznovellen abzuschaffen.“
MH
Mehr dazu lesen Sie in der Pirsch-Ausgabe1/2015,die am 7. Januar erscheint.