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Fake-News zur Stimmungsmache

Das sich immer mehr verdichtende Straßennetz ist wohl eher der Hauptgrund für mehr Wildunfälle. Foto: Jens Krüger


"Laut ADAC sind die meisten Verkehrsunfälle mit Wildtieren dem Umstand geschuldet, dass die Tiere vor den Jägern auf die Straße fliehen. So kommt es zu unzähligen Wildunfällen. Mache enden davon nicht nur für das Tier tödlich." Mit diesen Aussagen machten Tierrechts-Aktivisten am vergangenen Wochenende im Sozialen Netz auf sich aufmerksam. Einige Leser informierten jagderleben darüber und baten gleichzeitig darum, doch mal bei dem Automobil-Club nachzufragen. Gesagt, getan kam auch prompt die Antwort. "Das wurde uns offensichtlich so in den Mund gelegt", sagte ADAC-Pressesprecher Jürgen Grieving im Gespräch mit der Redaktion. "Diese Aussage entspricht nicht unseren Positionen und wir werden so weit es uns möglich ist dagegen vorgehen."
Warum verbreiten sich also solche Falschmeldungen so rasend schnell? Ganz einfach, weil sie Emotionen erzeugen. Bei den Jagdgegnern, weil sie angeblich ein neues Argument gefunden haben, ihre realitätsfernen Ansichten weiter publik zu machen. Doch auch Jägerinnen und Jäger befeuern diese Polemiker, in dem sie öffentlich ihren Unmut kundtun und damit die offensichtlichen Fake-News verbreiten. Aus Sicht der Tierrechtler ist damit das Ziel erreicht...
BS