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Fachkonferenz zur Wildschweinplage

Die Experten tagten mehr als drei Stunden zum Thema Schwarzwild.


Die Gemeindeverwaltungen Stahnsdorf und Kleinmachnow (Brandenburg) luden am 26. Februar rund 20 Jagd-und Wildtierexperten zum Fachgespräch Jagd ein. Grund ist die enorme Ausbreitung von Wildschweinen auf den Gemeindegebieten. Im Expertenrat waren auch Vertreter der obersten Jagdbehörde, der unteren Jagdbehörde, der Jagdgenossenschaften, des LJV und des Deutschen Bogenjagdverbands. Die Expertenrunde stellte laut einer Pressemitteilung fest, dass die „Urbanisierung“ des Wildes auch stark von den hohen Nahrungsanreizen abhängt. Einig war man sich auch dahingehend, dass alle betroffenen Gruppen in die Lösungsfindung einbezogen werden sollten.

Bogenjagd soll forciert werden

„Allgemeiner Konsens in der Runde war ebenso, dass sowohl die Bogenjagd als auch die Fallenjagd – in Kombination mit weiteren jagdlichen Maßnahmen – geeignete Mittel sein können, um die Schwarzwildpopulation in der Region TKS zu reduzieren. Alle Maßnahmen haben strengen Tierschutzkriterien zu genügen“, so die Pressemitteilung weiter. Ein kürzlich verabschiedeter Maßnahmenkatalog stelle eine gute Grundlage dar. Darin wurde unter anderem beschlossen, dass die Gemeindeverwaltung die Bogenjagd forcieren, den Einsatz von Lebendfallen unterstützen und einen Gemeindejäger beschäftigen soll. Man wolle die Ortslage möglichst unattraktiv für das Schwarzwild gestalten, wird in der Pressemitteilung erläutert. Deshalb werden die Gemeindeverwaltungen Verstöße gegen das Fütterungsverbot mit maximaler Härte bestrafen. PM/SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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