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Explosive Nachsuche

Schlecht zu sehen: So fand der Rüdemann die Handgrate im Laub. Foto: P. Salg © P. Salg

13 Jahre ist Frank Dauven schon Revierleiter beim Forstbetrieb Rothenbuch der Bayerischen Staatsforsten. So etwas sei ihm jedoch neu, sagte er im Gespräch mit der Redaktion. Nur Übungsmunition habe er vor langer Zeit einmal gefunden.
Vergangene Woche war der Hundeführer Patrick Salg im Nachbarrevier zur Nachsuche gerufen worden. Seine Tiroler Bracke nahm die Fährte eines beschossenen Wildschweins auf und führte den Rüdemann direkt über eine funktionstüchtige Eierhandgranate. „Salg hat dann genau richtig reagiert“, so der Forstbetriebsleiter Jann Oetting in einer Mitteilung. Er habe nichts angefasst, den Fundort umgehend dem Revierleiter sowie der Polizei gemeldet.
Die Ordnungshüter informierten den Kampfmittelräumdienst (KMRD) und sperrten am Freitag die schwer zugängliche Fundstelle ab. Am Montag wurde die Handgranate von den Experten beseitigt. Laut KMRD sind solche Sprengkörper wegen der weggerosteten Sicherungsstifte brandgefährlich und dürfen auf keinen Fall angefasst oder bewegt werden.
Der beschossene Überläufer ist übrigens nicht mehr zur Strecke gekommen.
PM/MH