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EU kritisiert Bleifrei-Wahn

Mehrere Bundesländer wollen die Verwendung von bleifreier Munition vorschreiben und überschreiten damit wohl Kompetenzen. Foto: Archiv © Archiv
Mehrere Bundesländer wollen die Verwendung von bleifreier Munition vorschreiben und überschreiten damit wohl Kompetenzen. Foto: Archiv © Archiv

Mehrere Bundesländer wollen die Verwendung von bleifreier Munition vorschreiben und überschreiten damit wohl Kompetenzen. Foto: Archiv

Jetzt hat die EU-Kommission reagiert: Ein Bleiverbot verstoße gegen die europäische Chemikalienverordnung REACH – diese Verordnung hat das Ziel „den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor den Risiken, die durch Chemikalien entstehen können, zu verbessern“. Will ein EU-Mitgliedsstaat eine Substanz verbieten, muss er sein Verbot umfassend begründen und die benannten Gefahren per Gutachten nachweisen: Die EU ist der Auffassung, dass nach den REACH-Bestimmungen zuvor ein Dossiers zur Gefahrenermittlung durch Blei erarbeitet und der ECHA (European Chemicals Agency) vorgelegt werden müsse.
Baden-Württembergs Umweltminister Alexander Bonde (Grüne) bezeichnet die Kritik der EU als „nicht nachvollziehbar“: Mit der Bleifrei-Studie des Bundesamts für Risikobewertung (BfR) liege bereits eine umfangreiche Begutachtung der gesundheitlichen Auswirkungen von Blei in Wildbret vor. Ob das auch die EU-Kimmission auch so sieht, bleibt abzuwarten.
Ulrich Pfaff