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Erstmals wieder über 100 Brutpaare gezählt

Foto: BaySF © BaySF
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Seit den 1940er Jahren hat sich seine Zahl erst langsam, zuletzt aber deutlich erhöht. Heute brüten mehr als 100 Paare über den ganzen Freistaat verteilt. Darauf haben die Bayerische Staatsforsten in einer Pressemitteilung hingewiesen. Die Mitarbeiter des Unternehmens waren maßgeblich an der Erhebung beteiligt. Dass der Schwarzstorch weniger bekannt ist als seiner naher Verwandter der Weißstorch hat vor allem mit seiner heimlicheren Lebensweise zu tun, aber auch damit, dass er bis vor wenigen Jahrzehnten als vielerorts ausgestorben gal. Heute brütet der imposante Vogel vor allem wieder in den waldreichen Mittelgebirge Nord- und Ostbayerns. In den letzten Jahren häufen sich jedoch Beobachtungsmeldungen von Schwarzstörchen aus nahezu allen Regionen Bayerns. Selbst in bisher kaum besiedelten Gebieten wie Mittelfranken erobert er sich seine Lebensräume im Wald zurück.
Das Ergebnis der Erhebung ist eindeutig: Nicht nur die Zahl der Brutpaare ist auf einem erfreulichen Höchststand, auch dass einige Brutpaare bis zu vier Jungvögel hochbringen konnten, zeugt von einer deutlichen Verbesserung der Lebensbedingungen. Ein Erfolg, von dem auch das Unternehmen Bayerische Staatsforsten einen Anteil für sich reklamiert. Im bayerischen Staatswald wird für den Schwarzstorch einiges getan, heißt es in der Pressemitteilung: "So werden alte Waldbestände und starke Bäume, die sich besonders zum Bau von Horsten eignen, als möglicher Lebensraum und Brutplatz geschützt. Zusätzlich werden gezielt Offenlandflächen, wie Feuchtwiesen, im Wald gepflegt und neue Teiche angelegt. Hier können die seltenen Tiere ausreichend Nahrung finden."
Aufgrund seiner hohen Ansprüche an den Lebensraum wird der Schwarzstorch wohl immer ein eher seltener Waldbewohner bleiben. Die Chance, dem scheuen Vogel in Bayern zu begegnen, war jedoch lange nicht mehr so gut wie heute. PM/RJE