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Erstmals Schalldämpfer in Österreich genehmigt

Auch Schalldämpfer helfen, den Rückstoß zu reduzieren.


Bisher waren Schalldämpfer in Österreich ausschließlich Berufsjägern, Förstern und Inhabern eines Jagdbetriebs vorbehalten. Jetzt hat sich ein „einfacher Jäger“ vor Gericht ebenfalls das Recht auf eine Flüstertüte erstritten. Damit ist er – soweit ersichtlich – der erste seines Landes. Das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich bewilligte die Klage von Rechtsanwalt Dr. Raoul Wagner. In Zukunft darf er für seine Büchse im Kaliber .308 Winchester einen Schalldämpfer erwerben und bei der Jagd führen. Das Urteil ist rechtkräftig und eine Revision ist nicht zulässig.

Gehörschutz nicht ausreichend

Begründet wurde die Ausnahmegenehmigung damit, dass eine konkrete Gefährdung seiner Gesundheit zu erwarten sei, wenn er weiterhin ohne Schalldämpfer schießen müsste. Allein die Verwendung eines Gehörschutzes wäre in diesem Fall nicht ausreichend. Ein Sicherheitsrisiko, welches die zuständige Behörde zum Anlass genommen hatte, den ursprünglichen Antrag abzulehnen, sah das Gericht nicht. Denn trotz Dämpfer sei der Schussknall auch weiterhin gut hörbar. Zudem sei der Kläger im Rahmen der Jagdausübung auch zur Abgabe von Fangschüssen rechtlich verpflichtet.

 

Hier ein Video zum Thema (Aussagen zur Rechtslage darin überholt!)

Wissenswertes

Das müssen Sie über die Schalldämpfer-Technik wissen

Testbericht: 56 Modelle im Vergleich


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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