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Erstmals Elch in Brandenburg besendert

Nach der Narkose steht der besenderte Elch noch etwas benommen auf den Beinen.


In Schlalach (Lkr. Potsdam-Mittelmark/Brandenburg) wurde am Montag ein Elch gesichtet, der sich unter eine Mutterkuhherde gemischt hatte. Da die Gefahr bestand, dass der junge Hirsch beim Verlassen der Weide, den Zaun beschädigt und die Rinder in Folge dessen ausbrechen könnten, wurde beschlossen ihn zu narkotisieren und an einen anderen Ort zu bringen.

In Zusammenarbeit mit einem Tierarzt, der als ausgewiesener Experte in der Narkotisierung von Großtieren wie Elche und Wisente gilt, und der Unteren Jagdbehörde des Landkreises gelang dies gestern. Bei dieser Gelegenheit legten Wildbiologen der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde dem Elch einen GPS-Halsband-Sender an. Im Anschluss wurde der junge Elch aus der Koppel verbracht und gesund, aber noch etwas benommen in die freie Wildbahn entlassen.

Mit dieser Aktion ist es erstmals in Brandenburg gelungen, einen frei lebenden Elch zu besendern. Die Wissenschaftler erhoffen sich dadurch, mehr über die Wanderbewegungen der in Brandenburg lebenden Elche zu erfahren. In der letzten Woche gab es vermehrt Elch-Sichtungen bei Jüterbog (Landkreis Teltow-Fläming), bei Klein-Marzehns (Landkreis Potsdam-Mittelmark) und bei Coswig (Sachsen-Anhalt). Es wird vermutet, dass es sich bei allen Sichtungen um dasselbe Tier handelt, welches nun besendert wurde. PM


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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