+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 1.675 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 26.7.2021) +++
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Erstes Schwarzwildübungsgatter in Rheinland-Pfalz

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Freitag, 27.11.2020 - 09:15
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Saugatter-Hunsrueck-Bau © Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V.
LJV-Vorstandsmitglied Dr. Hans Detlef Meyer (Mitte) mit Vertretern der Firma KERFA VAD bei der Pfostensetzung des „LJV-Saugatter Hunsrück“.

Am 18. November wurde mit der Pfosten-Setzung des ersten Schwarzwildübungsgatters in Rheinland-Pfalz begonnen. „Nachdem wir alle Corona-bedingten Hürden überwunden haben, freut es mich besonders, mit dem Setzen des ersten Pfostens, einen großen Schritt hin zur Errichtung des ,LJV-Saugatters Hunsrück‘ getätigt zu haben“, äußert sich Dr. Meyer, Vorstandsmitglied des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V. (LJV). Wie der Verein mitteilt, wurde das ungarische Unternehmen KERFA VAD für den Bau beauftragt. Das Unternehmen sei bereits für den Zaunbau anderer Übungsgatter in Deutschland tätig gewesen.

Schwarzwildgatter entspricht seuchenrechtlichen Vorgaben

Die Eröffnung des Schwarzwildgatters ist für die erste Jahreshälfte 2021 geplant. Dort sollen dann zwei Rotten, bestehend aus je drei Wildschweinen unterschiedlichen Alters leben, erklärt Günther D. Klein, Pressesprecher des LJV gegenüber der Redaktion. Ebenfalls wurde bereits das künftige fünfköpfige Gatterpersonal bestimmt. Für die anfallenden Kosten werde ein Nutzungsgebührenmodell erstellt, so Klein weiter. Das Schwarzwildgatter wurde aufgrund der grassierenden Afrikanischen Schweinepest in Deutschland nach seuchenrechtlichen Vorgaben geplant.

Für das etwa acht Hektar große Gebiet wurde Ende Juni der notarielle Kaufvertrag von Vertretern des LJV sowie der Landesforsten unterschrieben. Die Kreisverwaltung genehmigte im September den Bauantrag, sodass einen Monat später der Vertrag mit dem Zaunbauunternehmen abgeschlossen werden konnte.

Planung eines zweiten Saugatters in Baden-Württemberg

Auch der Bau eines zweiten Schwarzwildübungsgatters in Baden-Württemberg wird immer konkreter. Auf Nachfrage der Redaktion gab Hauptgeschäftsführer des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg, Dr. Erhard Jauch an, dass ein neuer Standort in Südbaden gefunden wurde. Zuvor war die Errichtung des zweiten Saugatters nahe Muckenschopf/ Lichtenau diskutiert worden. Jedoch habe es Unstimmigkeiten mit der Gemeinde und Naturschutzverbänden gegeben, sodass man den Standort aufgegeben habe. Man sei nun auf einem guten Weg und hoffe im kommenden Jahr eine Baugenehmigung zu erhalten.


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