Home News Erstes Saugatter für Sachsen

Erstes Saugatter für Sachsen

am
Samstag, 12.09.2015 - 02:12
Forstvertreter übergeben das Schwarzwildgatter an die Landesjägerschaft Sachsen. Foto: CS © CS
Forstvertreter übergeben das Schwarzwildgatter an die Landesjägerschaft Sachsen. Foto: CS

Rund 120.000 Euro hat der Landesforstbetrieb in die hochmoderne Anlage im Wermsdorfer Wald bei Leipzig investiert. Neun Hektar misst das Areal. Auf der Hälfte der Fläche werden ab April 2016 Hunde für die Jagd auf Schwarzkittel vorbereitet, der andere Teil dient als Ruhegatter. Derzeit befinden sich drei Überläufer in der Übungsanlage. Für den reibungslosen Ablauf sorgen künftig drei speziell geschulte Gattermeister des Landesjagdverbandes Sachsen.
Der Schulterschluss zwischen der Jägerschaft und den Förstern erfolgte bereits im vergangenen Jahr mit der Unterzeichnung der „Freiberger Erklärung“ (wir berichteten hier). Diese hat zum Ziel, den wachsenden Schwarzwildbeständen Herr zu werden. „Es liegt in unserer Verantwortung als Jäger und Flächenverwalter, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Revierübergreifenden, gut organisierten Drückjagden fällt dabei eine Schlüsselrolle zu“, so Landesforstpräsident Prof. Dr. Hubert Braun im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag. Brauchbare vierbeinige Jagdhelfer seien dabei ein wesentliches Standbein. Dr. Gert Dittrich, Präsident des LJV, freut sich darüber, dass seine Mitglieder nun nicht mehr in benachbarte Bundesländer reisen müssen: „Das Schwarzwildgatter schließt eine bedeutende Lücke bei der qualifizierten Ausbildung von brauchbaren Jagdhunden in Sachsen. Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“
BS