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Erstes Projektjahr erfolgreich

Die Grünbrücke Kiebitzholm über die BAB 21 in Schleswig-Holstein. Foto: Björn Schulz Stiftung Naturschutz/djv © DJV

Fünf Projektpartner – Jäger, Förster, Straßenbauer, Naturschutzstiftung und Wildpark – entwickeln zusammen mit Wissenschaftlern der Universität Kiel Ideen und Konzepte, wie sich verbleibende Lebensräume von Tieren und Pflanzen dauerhaft verbinden lassen. Ein Leuchtturmprojekt mit bundesweiter Signalwirkung, das vor gut einem Jahr startete (jagderleben.de berichtete hier). Umgesetzt werden die Konzepte und Maßnahmen mit inzwischen 30 regionalen Partnern. Das Ziel: Querungshilfen wie Grünbrücken erfolgreich in die vom Menschen stark geprägte Landschaft einbetten. Mehr als 350 Tier- und Pflanzenarten wurden seit Projektbeginn vor zwei Jahren bereits auf und nahe der Grünbrücke Kiebitzholm nachgewiesen. Für den Autofahrer sinkt zudem das Wildunfallrisiko.
"Hand in Hand arbeiten recht unterschiedliche Partner erfolgreich an einem klug abgestimmten Konzept von dem alle etwas haben: Tier- und Pflanzenarten ebenso wie die Menschen in der Region durch mehr Lebensqualität bzw. die Vermeidung von Unfallrisiken", sagt Professorin Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz. Dr. Klaus Hinnerk-Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein, dazu: "Die Grünbrücke bei Kiebitzholm ist auf Betreiben der Jäger entstanden. Denn nur die Vernetzung von Lebensräumen ermöglicht Tieren und Pflanzen langfristig das Überleben. Wir bringen unser Wissen und unsere Erfahrung in das Projekt ein, mit aktiver Naturschutzarbeit setzen wir unseren Hegeauftrag vor Ort um." PM/BS