Home News Erschossenes Pferd? Jäger zu Unrecht beschuldigt

Erschossenes Pferd? Jäger zu Unrecht beschuldigt

Der Vorwurf, dass das Pony erschossen wurde, erwies sich als falsch (Symbolbild).


Auf einer Weide im Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) wurde Mitte November ein totes Islandpferd gefunden. Laut dem ersten Polizeibericht sei das Tier augenscheinlich an einer Schussverletzung gestorben. Weiterhin war in dem Bericht die Rede davon, dass laut Zeugenaussagen in der Nähe eine Drückjagd stattgefunden habe und ein Zusammenhang mit dem toten Pferd geklärt werden müsse.

Auf Nachfrage der Redaktion beim zuständigen Jagdpächter, schilderte dieser, dass er in diesem Bereich noch nie eine Gesellschaftsjagd durchgeführt habe. Es hätte allerdings schon öfter tote Pferde auf dieser Weide gegeben und der Haltungszustand der Ponys sei schlecht, so der Jäger.

Pony stirbt nicht durch Drückjagd

In einer zweiten polizeilichen Pressemitteilung, die jetzt veröffentlicht wurde, teilen die Ermittler mit, dass es sich bei der Wunde des Pferdes um keine Schussverletzung handelt. Viel mehr sei das Pony vermutlich an einer Erkrankung gestorben. Die Verletzung, die an einen Schuss erinnerte, sei "vermutlich von Vögeln verursacht". Auch konnte die Polizei durch die Ermittlungen bestätigen, dass in der Nähe zu dem Zeitpunkt keine Drückjagd stattfand und daher kein Zusammenhang bestehen würde.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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