Home News Erschossener Wolf in Niedersachsen: Vor dem Tod gequält

Erschossener Wolf in Niedersachsen: Vor dem Tod gequält

Woelfin-tot-Einschussloch © Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz
Das Einschussloch zeigt es: Die Wölfin starb an einer Schussverletzung.

Das Niedersächsische Umweltministerium veröffentlichte erste Obduktionsergebnisse des letzte Woche tot aufgefundenen Wolfes. Das weibliche, laut Umweltministerium, etwa ein bis zwei Jahre alte Tier starb an einer Schussverletzung. Das untersuchende Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin stellte einen Ein- sowie einen Ausschuss fest.

Das erschossene Tier wurde vor seinem Tod gequält. Entsprechende Vermutungen sind durch Experten bestätigt worden. In dem Untersuchungsbericht heißt es: „Der Nachweis der geringgradigen Blutung im Bereich der Drahtschlinge durch die rechte Vordergliedmaße spricht für ein intravitales Geschehen.Wahrscheinlich wurde der Draht kurz vor dem Versterben des Tieres durch den Fuß getrieben.“

Woelfin-tot-Einschussloch © Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz

Das Einschussloch zeigt es: Die Wölfin starb an einer Schussverletzung.

Umweltminister Lies schockiert über die Grausamkeit

Der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies betont in einer Pressemitteilung: „Die illegale Tötung dieser Wölfin zeigt, dass der oder die Täter völlig skrupellos sind, die Tatsache, dass dem Tier vor seinem Tod ein Draht durch die Pfote gezogen wurde, zeugt darüber hinaus von einer schwer vorstellbaren Grausamkeit. Beides ist nicht hinnehmbar.“

Die genetische Zuordnung der Wölfin steht derzeit noch aus. Erst nach der Genanalyse kann gesagt werden, woher das Tier ursprünglich stammt.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
Thumbnail