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Erschossene Hunde – das sagt der Jäger

Die Hunde wurden laut Jäger häufig beim Wildern erwischt (Symbolbild).


Anfang August wurde in vielen Medien über einen Fall berichtet, bei dem ein Jäger in der Nähe von Augsburg (Bayern) zwei Hunde erschossen hat. Damals waren viele Anschuldigungen gegen den Waidmann laut geworden. Gegenüber unserer Redaktion äußerte sich nun der Jäger zu den Vorfällen, wie folgt: Wie der Waidmann (der nicht namentlich genannt werden möchte) erklärte, hatten die Hunde bereits seit längerer Zeit häufig in seinem Revier gewildert. Er habe die Halter daraufhin mehrfach auf diesen Sachverhalt hingewiesen und sie gebeten, die Vierbeiner besser zu beaufsichtigen.

Die Hunde seien ihm und anderen Personen trotzdem sowohl tagsüber, als auch nachts im Revier begegnet. Dabei hätten sie unter anderem mehrfach Rehe gerissen. Sie hatten sich an das Jagen gewöhnt, so der Jäger. Die beiden Vierbeiner hätten außerdem ihr „Jagdrevier“ gegen andere Hunde von Spaziergängern verteidigt.

Beim Jagen erwischt

Am Tag des Vorfalls habe er die Hunde dabei erwischt, wie sie ein Reh in ein Maisfeld trieben. Als sie nach etwa einer halben Stunde wieder herausgekommen seien, hätte einer von beiden einen Hasen im Fang gehabt. Diesen lies er fallen, als er den Jäger gesehen habe. Daraufhin hätten die beiden Streuner direkt wieder begonnen zu Stöbern und zu Jagen. Deshalb habe er die beiden Hunde erschossen. Er sei dann zu der Besitzerin gefahren, um ihr dies mitzuteilen. Als er mit ihr zusammen wieder bei den Hunden angekommen war, habe einer von Beiden noch Lebenszeichen gezeigt, sei jedoch so schwer verletzt gewesen, dass er ihm einen Fangschuss antragen habe müssen.

Er könne in dem nun gegen ihn laufenden Verfahren mehrere Zeugen für die geschilderten Sachverhalte benennen, erklärt der Jäger. Er sei jedoch nicht von der Halterin der Tiere angezeigt worden, sondern von dem Tierschutzverein, von dem die Hunde ursprünglich stammten.


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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